1. Nachbetrachtung

 

Nachher ist man bekanntlich schlauer. Dieses "Nachher" hatten wir aber bereits nach der Flut 2002; auch gerne als Jahrhundertflut benannt. Damals wurde in Eigenregie der Bewohner an der Elbe im Bereich Buckau Bleckenburgstraße, Sandwälle errichtet, die letztendlich dazu beigtragen haben, das nicht noch mehr Wasser sich den Weg in die Fährstraße und in Folge in den Bereich der Bleckenburgstraße bahnen konnte.

Wir halten fest: "...Oberbürgermeister Lutz Trümper hat daher die Räder in Bewegung gesetzt: Ab Dienstag (04.06.2013), 6 Uhr, gilt für die Landeshauptstadt der Katastrophenfall. Dann nimmt auch ein Katastrophenstab seine Arbeit auf. Die Stadtverwaltung wird zusätzlich überörtliche Kräfte zur Gefahrenabwehr anfordern."

Messstelle in Höhe Fährstraße (Buckauer Kreisel)Aus den Erfahrungen 2002 informierten wir bereits am Dienstag, den 04. Juni 2013 die Stadtverwaltung darüber, das man doch bitte jetzt mit den Sicherungsarbeiten beginnen möge. Diese Tatsache wird unterstützt durch die Aussage von Frau Mayer-Böhm in der Volksstimme vom 15.06.2013, Seite 16. Zitat: "Dienstag, 4. Juni 2013: Erster Anruf bei der städtischen Hochwasser-Hotline; viele weitere sollen folgen; keine nützlichen Informationen, statt dessen Ruhe-Bewahren-Parolen. Die Mayer-Böhms hinterlassen Adresse und Telefonnummer und erklären sich für den Ernstfall als Ansprechpartner für die Anwohnerschaft bereit. Einen Rückruf werden sie nicht erhalten." Wir erhielten sogar die Antwort,"...sie werden davon bestimmt nicht betroffen sein...". Trotz das wir die Entwicklung aus dem Jahre 2002 schilderten,  sahen die "Schreibtischwasserverantwortlichen" keinen Handlunsbedarf und agierten bereits zu dieser Zeit außerhalb der Lage. Die Ignoranz war unerträglich.

 

Messstelle an der Elbe, Höhe Fährstraße (Buckauer Kreisel) Foto: Privat

 

Das sollte sich aber auch am Mittwoch, den 5. Juni 2013 fortsetzen. An diesem Mittwoch erhielt Frau Mayer-Böhm die Auskunft, "...dass unsere Straße (An der Elbe - nicht die Fährstraße und nicht die Bleckenburg Straße) im Katastrophenplan aufgenommen ist und ab einem Pegel von 6,50 Meter Maßnahmen ergriffen würden...". Damit ist der Pegelstand am Petriförder gemeint. Da kann man dann gut 10 cm in unserem Bereich zulegen. Das konnten oder wollten die Stadtverantwortlichen jedoch nicht erkennen. Bereits in dieser Aussage der Stadt liegt nicht nur der Hase im Pfeffer, sondern auch die Pumpe im Keller. Seit der Flut 2002 sind 11 Jahre ins Land gezogen. Hat man während dieser Zeit nichts getan in der Stadtverwaltung? - in der Tat hat man wieder vergessen, das auch in Buckau Menschen am Fluss leben. Wie ist es sonst zu erklären, das unser Gebiet erst jetzt (Mittwoch, 5.Juni 2013) in jenen Katastrophenplan aufgenommen wurde. Magdeburgs-OB hat offensichtlich den Bezug zur Stadt verloren. An der Elbe liegen auch die Bereiche Westerhüsen, Salbke, Buckau und Rotensee. Klar, die Wohndichte ist hier nicht so hoch wie z.B. in Ostelbien oder dem Werder. Jedenfalls war der Mittwoch davon geprägt, das Seitens der Stadt nichts in diesem Bereich unternommen wurde. So floss nicht nur die Elbe, sondern auch wertvolle Zeit dahin.

Am Mittwoch, 05. Juni 2013 handeln wir, besorgen Sandsäcke, die es zu dieser Zeit in Magdeburg kaum noch gibt, kaufen Spielsand um die Säcke zu füllen, und sichern so gut es geht unser Haus. An der Elbe ist man damit beschäftigt Vermessungen vorzunehmen. Auf die Frage, wann hier Sicherungsmaßnahmen beginnen, erhalten wir die Auskunft: "...wir vermessen hier nur....", wenden sie sich an den Katastrophenstab. Na toll, es wurde vermessen. Das hilft uns natürlich gewaltig weiter. Warum sind wir nicht von selbst drauf gekommen. Vermessen und dann wird schon alles gut.

Die Sonne geht auch am Donnerstag, 06. Juni 2013 pünktlich und zuverlässig auf, es ist doch ein idyllisches Plätzchen, wenn, ja wenn da nicht so viel Wasser kommen würde. Wir haben seit 2002 eine kleine Messstelle, wo man sehr gut ablesen kann in welchem Zeitraum und um wieviel Zentimeter unsere Elbe steigt. Sie steigt weiter bedrohlich und viel schneller als im Jahre 2002. Jetzt muss doch gehandelt werden! Also die Hochwasserhotline anrufen. Denkste, die Hotline ist überlastet. Diesen Sachverhalt bestätigt auch Frau Mayer-Böhm in der Volksstimme vom 15.06.2013, Seite 16; Zitat: "...Die Hochwasser-Hotline ist überlastet und nicht mehr erreichbar." Interessant in diesem Zusammenhang und an diesem Tag ist die Tatsache, das dem TBZ in der Bleckenburgstraße vom Krisenstab eine Sicherung des Objektes zugesagt wurde. Gegen Mittag dann, die ersten Gullys speien Wasser aus. Erst ganz langsam, dann immer zügiger. Nun ist eigentlich der Punkt erreicht wo auch der katastrophalste Katastrophenstab mitbekommen muss, das hier Wasser kommt. Nichts passiert. Jetzt wird es verdammt brenzlig wässrig. Und siehe da, ein Feuerwehrauto, kein großes, nein ein kleiner VW-Bus steuert in die Fährstraße, hält an der Kreuzung zu An der Elbe und augenscheinlich ein Verantwortlicher steigt aus, sondiert das Gebiet und gibt nun die völlig unverständliche Anweisung, auf dem Gehweg einen Sandwall zu errichten max. 70 cm , das reicht, höher kommt das Wasser nicht. Er wird von mehreren Bewohnern und Anwohner darüber in Kenntnis gesetzt das 2002......, das interessiert ihn nicht, er legt fest. Ganz schlaues Kerlchen, da kocht mit einem mal die Seele, was für Ingnoranten beschäftigt diese Stadt?

Das Wasser steigt bedrohlich schnell. Das von Frau Mayer-Böhm erwähnte Altenpflegeheim wird auch am Donnerstag noch nicht evakuiert. (Hier irrte Frau Mayer-Böhm, wenn sie davon spricht, das bereits am Donnerstag evakuiert wurde.) Am Nachmittag kommen Feuwehrleute aus Berlin und später die Bundeswehr mit mehreren Fahrzeugen, die Sandsäcke bringen. Es bleibt jedoch bei der einmaligen Lieferung durch die Bundeswehr. Im weiteren Verlauf des späten Nachmittags und in den Abend- und Nachtstunden bemühen sich zwei große Transporter, zwei kleinere Transporter und einige private Fahrzeuge, uns mit Sandsäcken zu versorgen. Immer wieder kommt es zu Stillstandszeiten, da sich die Fahrzeuge jedesmal den Weg durch die Stadt bahnen müssen. Und das ist nun nicht mehr so einfach. Die Feuerwehr pumpt mittlerweile ab.

 

 

 

Aufbau einer Sandbarriere am Donnerstag, 06.06.2013 im Bereich An der Elbe.   Foto: Privat

 

Gegen 02:00 Uhr werden die Pumpen abgestellt, der Kampf scheint verloren, die Kräfte werden abgezogen, was jetzt kommt, war vorraussehbar! Zu spät reagiert, keine Koordination, keine Information, keine Hilfe mehr ab 02:00 Uhr. Und nun ?

 

 

Der Freitag ist dann der Tag der Wahrheit, aus den Nachrichten erfahren wir, das Westerhüsen und Salbke bereits an einigen Stellen unter Wasser stehen. In unserer Straße und den Nebenstraßen ist ein Aufgebot von Fahreugen der SWM zu erkennen, jetzt wird es kritisch, der Strom wird nur noch einige Minuten, das Wasser jedoch einige Tage fließen. Gegen 11:00 Uhr werden wir vom Strom getrennt, der Keller steht bereits gefährlich unter Wasser, dort wo die Hauptleitung installiert ist. Diese vorsorgliche Abschaltung wird nach der Flut noch eine bedeutende Rolle spielen. Der Tag neigt sich dem Ende und beim steigenden Wasser ist kein Ende abzusehen, Zentimeter für Zentimeter steigt das Wasser und die Angst. Eine Evakuierung gab es nicht in unserer Straße, das Pflegeheim wurde ab Mittag evakuiert.                              

                                                                                                                   Freitag, 07.06.2013, 09:00 Uhr, das Wasser bahnt sich seinen Weg über 

                                                                                                                        die Fährstraße, Richtung Bleckenburg Straße.   Foto: Privat

Hat auch lange genug gedauert, ehe die (Un)verantwortlichen dieser Stadt den kranken und hilflosen älteren Menschen endlich geholfen haben. Die Leiterin der Einrichtung kämpfte sehr lange, um die ihr anvertrauten Menschen, in Sicherheit zu bringen.

 

Am Samstag, den 08. Juni 2013 waren wir dann komplett von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Im Haus unsere Eltern, beide über 80 Jahre, beide kampfentschlossen, wir bleiben. Also konnten wir auch nicht kurzfristig umziehen. Und so setzte dann unser privater Katrastrophenplan ein - und der funktionierte. In einer solchen Situation macht es sich bezahlt, eine solide Improvisationsausbildung gehabt zu haben. Über die Mittagsversorgung, bis hin zum Frühstückskaffee organisierten wir das was möglich war, um unseren Eltern nicht das Gefühl zu geben, wir oder sie wären alleine. Dieses Improvisationsgeschick hätten wir auch von den Verantwortlichen der Stadt erwartet. Aber denkste! Das Wasser stieg und wir kamen an dem Punkt an, das die Wohnung im Hochparterre eventuell auch geräumt werden müsse. Doch bevor es dazu kommen sollte, mussten wir ersteinmal auf Mülltonnenjagd gehen. Durch das steigende Wasser hatten sich die Mülltonnen selbstständig gemacht und schwammen durch die Fährstraße Richtung Bleckenburger. Also in die Hosen und nichts wie hinterher und die Tonnen einfangen. Und genau in diesem Moment wieder ein "Pressemensch", der sich natürlich dieses Motiv nicht entgehen lassen wollte. Während dieser Aktion entstand dann auch das nebenstehende Bild.  

 

Aber zurück zur möglichen Evakuierung. Aus diesem Grund wollten wir Informationen bei der Stadt einholen und riefen die Behördenrufnummer 115 an. Und dann kam das was ich ja nun absolut nicht mehr verstehen konnte, diese Rufnummer war nicht besetzt. Eine Tonbandstimme informierte mich darüber, das ich außerhalb der Geschäftszeit anrufe. Naja, wir haben ja noch die Nummer der Stadtverwaltung 5400. Ich konnt es nicht fassen, auch hier eine Tonbändstimme, "...sie rufen außerhalb ...". Das konnte doch nicht wahr sein, die beiden wichtigsten Nummern der Stadt - außer 110 und 112 - waren nicht besetzt und das nachdem der Katastrophenfall für die Stadt augerufen wurde. Warum erkannte auch das Elbhochwasser nicht, das es außerhalb der Geschäftszeit auf Magdeburg zufloss? Das geht so nicht! Die Stümperhaftigkeit der Arbeit des sogenannten Katastrophenstabes wurde auch an dieser Tatsache deutlich. Wie kann ich als Verantwortlicher, diese beiden wichtigen Kommunikationsnummern, in einer solchen dramatischen Lage nicht besetzen? Haben die Verantwortlichen etwa die anfallenden Überstunden nicht rechtzeitig beantragt? Und im übrigen, Katastrophen haben sich anzumelden, damit man noch eine Vorlage zur Vorlage schreiben kann. Ein Armutszeugnis der Verwaltung. Wenn Menschen in Not sind, muss ich als Verantwortlicher alles, ja aber wirklich alles unternehmen um Schaden abzuwenden. Liegt hier nicht schon unterlassene Hilfeleistung vor oder war es doch eher Unfähigkeit?

Das Bürgertelefon war unter der Rufnummer 115 nicht rund um die Uhr erreichbar, sondern, wie bereits beschrieben, nur zu den Öffnungszeiten! Eine kurzfristige Änderung der Rufnummer in einer solchen Situation ist nicht gerade klug. Zumal diese Nummer bei ihrer Einführung massiv beworben wurde um den Bürgern zu sagen: "Wir lieben Fragen" - nur nicht am Wochenende! In einem eventuell zu erarbeitendem Merkblatt bei Katastrophen oder anderen schwerwiegenden Ereignissen muss klar sein, das es in der jeweiligen Situation nur eine Rufnummer gibt, die 115 und als Reserve die 5400. Im übrigen war die 115 auch bereits vor der Entscheidung des Einsatzstabes geschaltet - während der normalen Dienstzeit..

Am Abend dann der Aufruf von "Radio SAW", es werden dringend Kugelschreiber, Bleistifte oder sonstiges Schreibmaterial dringend benötigt, damit man die Helfer registrieren kann. Die vorhandenen Kugelschreiber waren leer und die Helfer mussten nun warten, das sich sich registrieren lassen konnten. Also wir in unsere Teichhosen und hin zur Virchowstraße und ein Packen Kugelschreiber hingebracht. Dann ging es dort weiter und die Helfer wurden registriert und konnten an der Wasser- oder Sandsackfront helfen. Es hielten wir den Aufruf ja für einen verspäteten Aprilscherz. Da hatte die Verwaltung keine Kugelschreiber mehr! Tolle Ausstattung. Auch hier wird deutlich, das eine völlig ungenügende Vorbereitung auf einen solchen Ernstfall vorlag.

Dramatisch wurde es am Sonntag. Das Wasser stieg weiter und war nun kurz vor der Wohnung im Erdgeschoß. Jetzt versuchten wir mittels Pumpe den Stand so zu halten, das diese Wohnung nicht auch noch überschwemmt wurde. Gegen Mittag war es noch ein Zentimeter der fehlte und wir hätten Vater evakuieren müssen. Was heißt, er wäre zu uns, eine Etage höher gezogen. Und dann blieb das Wasser in gleicher Höhe stehen. Eine Stunde verging, eine weitere Halbestunde und es sah so aus, als sei der Scheitel erreicht. Gegen Nachmittag bemerkten wir einen geringen Rückgang. Am Abend war es dann klar, das Wasser steigt nicht mehr, langsam zieht es sich zurück. Glück im Unglück! Nun banges Hoffen, das da nicht noch irgendwas kommt. In der Nacht war es dann deutlich zu erkennen, das war es mit dem Wasser, was noch kommen sollte, wurde erst später, bei Tage, sichtbar.

Über Radio erfuhren wir, das der Scheitel angeblich 40km lang sei und es drei bis vier Tage dauern werde, bis der Wasserstand sinken wird. Auch hier wieder eine Fehlprognose durch die Verantwortlichen; diesesmal zum Glück. Das Wasser zog sich schneller als erwartet zurück.

 

 

Von der Stadtverwaltung Magdeburg veröffentlichte Dokumente:

Chronologie_Hochwasser_Juni_2013.pdf

Hochwasser_2013.pdf

Diese beiden Dokumente, später zu einem zusammengefasst, enthielten Fehler. So wurde in der Bleckenburgstraße kein 100m langer Notdeich durch Sandsäcke errichtet. Dieser Wall wurde in der Straße "An der Elbe" aufgebaut.

 

Dieser Fehler wird dann auch gleich nocheinmal dokumentiert auf der Seite 47. Zu sehen ist die Straße An der Elbe. Beschriftet wurde dieses Bild mit Bleckenburgstraße. Wenn schon die Ortskenntnis fehlt, wie will man dann richtig planen?

 

Betrachtet man dann die Folie Seite 92 der Ausführungen, kommen noch mehr Fragen:

 

Was ist mit den Gebieten Westerhüsen, Salbke und Rothensee? Aus welchen Gründen wurden die Ereignisse des Jahres 2002 nicht dazu genutzt um Maßnahmen abzuleiten und eine Sicherung der Bereiche Westerhüsen, Salbke, Buckau und Rothensee durchzuführen? Wer hat da über 10 Jahre geschlafen? Was wir brauchen, war den Bewohnern schon sehr lange bekannt. Betrachtet man in diesem Zusammenhang die Aussagen von Herrn Platz:"...wir wußten um die Gefahr...", drängt sich mir die Frage auf: wurde hier fahrlässig gehandelt, geht es hier schon um unterlassende Hilfeleistung? Bereits nach dem Hochwasser 2002 hatten wir erwartet, das sich die "Stadtoberen" auf einen Erfahrungsaustausch, eine Gesprächsrunde mit den Bewohnern der betroffenen Gebiete einlassen um Wege zu suchen, das es nicht wieder zu einer Situation wie 2002 kommen wird. Wertvolle Ideen, Hinweise und Möglichkeiten eines Schutzes wurden vertan. Vielmehr steuerte die Verwaltung in unsicheren Gewässern und setzte nichts daran auch nur ansatzweise Strategien zu entwickeln, die einen gewissen Schutz bieten würden, sollte es nocheinmal so ein Wasser wie 2002 geben. Das es im Jahr 2013 nun noch viel massiver kam, konnte man insofern absehen, wenn man in Rechnung stellt, das an der Elbe in sehr vielen Regionen dem Schutz der Städte, der Bevölkerung große Anstrengungen unternommen wurden. Dort hatte man aus den Erfahrungen 2002 die richtigen Schlußfolgerungen gezogen. Dämme wurden verstärkt, neu gebaut, Schutzwände erbaut und Flächen geschaffen, wo sich das Wasser ausbreiten konnte. Eingedenk dieser Maßnahmen oberhalb von Magdeburg, war es also auch in Prognosen zwingend erforderlich, diesen Umstand in allen Berechnungen einfließen zu lassen. Das sagt eigentlich schon der gesunde Menschenverstand. Da halfen auch keine noch so abenteuerlich anmutenden Aussagen wie, Magdeburg ist sicher.

Wenn Helfer nicht wissen wohin

Da kamen aus der gesamten Bundesrepublik Helfer um uns hier in Magdeburg beim Kampf gegen das Wasser zu unterstützen. Und dann stehen Fahrzeuge mit voller Besatzung und wissen nicht wohin. Auf die Frage nach Kartenmaterial kam eine Antwort, die man in Zeiten von Navi & Co nicht erwartet hätte, wir haben kein Kartenmaterial von Magdeburg. Das ist dann schon erstaunlich. Sollte man hier nicht überdenken, das man Fahrzeuge einsetzt, die z.B. Feuerwehrzüge von der Autobahn abholt und zu ihren Stellpunkten bringt? Fahrzeuge, die auch Umsetzungen innerhalb der Stadt zu den Einsatzorten begleiten. Damit würde man sehr viel Zeit und auch Kraft sparen. Zu den Ausstattungen dieser "Führungsfahrzeuge" gehört dann eine Einsatzkiste in der zumindest Kartenmaterial in ausreichender Anzahl vorhanden ist, um es den Helfern auszuhändigen.

Es sind sehr viele kleine, aber eben wichtige Sachen, die zu bedenken sind. So ist es auch vorstellbar, dass es in den Gebieten an der Elbe eine verantwortliche ehrenamtliche Gruppe gibt, die für ihren Abschnitt (Westerhüsen, Salbke, Buckau, Rothensee, Werder usw.) die Bevölkerung informiert, und jeweils dem Gebiet und der Situation angepasst Maßnahmen in Abstimmung mit dem Katastrophenstab einleitet bzw. durchführt. Das die Menschen mitarbeiten wollen und auch können, sollte nun jedem Verantwortlichen bewusst sein.

 

 

Fortsetzung folgt
 

 

Nach oben